Unser Anliegen

Die aktuelle Migrationspolitik in der Schweiz und der Umgang mit Menschen an den europäischen Aussengrenzen zeigt einmal mehr, wie rasistisch unsere sozialen Strukturen aufgebaut sind. Es gelten nicht für alle Menschen, die in der Schweiz ankommen, die gleichen Möglichkeiten. Es ist sehr bemerkenswert, welche Solidarität geflüchtete Menschen aus der Ukraine erfahren dürfen und gleichzeitig unfassbar, wie Menschen aus anderen Herkunftsländern um ihre Rechte kämpfen müssen. Wir sind sind der Meinung, dass die Vorteile aus dem Schutzstatus S bei allen Schutz suchenden Menschen angewendet werden sollten. Dass heisst, jede*r hat ein Aufenthaltsrecht, das Recht auf Familiennachzug, und alle haben Anspruch auf Unterbringung, Unterstützung und medizinische Versorgung, sowie ein Recht auf Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Es muss auch allen Migrant*innen die bewilligungsfreie Reise ins Ausland mit der Rückreise in die Schweiz gewährt werden. Ausserdem sollen alle die Möglichkeit haben, ohne Wartefrist, eine bewilligungspflichtige Erwerbstätigkeit (auch eine selbständige) ausüben zu können. 

Leider ist dies aber nicht der Fall, und sehr viele Menschen haben nur begrenzten Zugang und es wird ihnen sogar noch verwehrt, ihre Familien im Ausland zu besuchen. Dies führt in vielen Fällen zu psychischen Problemen und ist gerade bei Jugendlichen katastrophal.

Aus diesen und anderen Gründen haben wir das Bündnis “Alle für Alle” ins Leben gerufen. Wir möchten anhand von euren Lebensgeschichten und Erfahrungen die Schweizer Bevölkerung auf die Missstände in der Migrationspolitik aufmerksam machen, sie dafür sensibilisieren und aufklären. Damit wir die Missstände besser verstehen können, suchen wir Menschen, die mit uns im Gespräch (anonym) über das Leben in der Schweiz sprechen.

Wir bitten um Kontaktaufnahme auf: alleheisstalle@systemli.org